Digitale Plattform „2036 – Gesund mit KI?“ ist online
Medizin-KI zehn Jahre in die Zukunft gedacht
Die digitale Plattform ist ab sofort unter https://gesund-mit-ki.de/ abrufbar. Nutzerinnen und Nutzer finden dort konkrete Alltagsszenarien aus fünf Lebensphasen. Wie begleiten intelligente Wearables im Jahr 2036 Clara, 34, und ihr ungeborenes Kind durch die Schwangerschaft? Wie hilft KI, die seltene Erkrankung der 16-Jährigen Lena zu erkennen? Wie rettet KI dem 55-jährigen Sebastian nach einem Schlaganfall das Leben? Wie unterstützen Assistenzroboter in zehn Jahren hilfsbedürftige Menschen im Alter?
Jede der Geschichten basiert auf dem Wissen von Expertinnen und Experten der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und von Helmholtz Munich. Grundlage ist jeweils der aktuelle Stand der Forschung. Neben den konkreten Fallgeschichten beantworten die Forschenden auch weiter gefasste Fragen wie „Werden kranke Menschen in Zukunft schon vor der Geburt aussortiert?“ oder „Wie werden künftig Medikamente entwickelt?“. In den kommenden Wochen werden die Inhalte der Seite laufend ergänzt.
Inhalte wurden im Dialog entwickelt
Eine Besonderheit der Plattform ist, dass viele der Themen vorab gemeinsam mit interessierten Menschen in Workshops entwickelt wurden. Erklärtes Ziel dabei ist, einer breiten Öffentlichkeit die Potenziale, Grenzen und Auswirkungen von KI-Anwendungen verständlich zu machen. Das Projekt wurde bereits auf dem „Festival der Zukunft“ vorgestellt, weitere öffentliche Veranstaltungen sollen folgen.
Die M1-Partner (TUM, LMU und ihre Universitätsklinika sowie Helmholtz Munich) kooperieren für das Projekt mit dem Wort & Bild Verlag (u. a. apotheken-umschau.de).
Künstliche Intelligenz
KI-Anwendungen prägen zunehmend die Arbeits-, Forschungs- und Alltagswelt. Wir gestalten diesen technologischen Fortschritt mit: Unsere Forschenden entwickeln fächerübergreifend neue Methoden und Anwendungen der KI. Dabei spielen immer auch ethische und gesellschaftliche Fragestellungen eine wichtige Rolle.
- M1 – Munich Medicine Alliance wurde ins Leben gerufen, um die medizinische Spitzenforschung und die Translation von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Patientenversorgung zu fördern. Mitglieder sind die Technische Universität München (TUM), die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und ihre Universitätsklinika sowie Helmholtz Munich.
- Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
- Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder Wechseljahre. Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände, Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb, Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media- Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.